Rot, grün, wiederholen: Wie Droptiply heute die schwachen Aufgaben findet

Droptiply ist im App Store. Ein Blick darauf, wie die App heute entscheidet, welche Einmaleins-Aufgabe als Nächstes kommt – und warum dahinter eine Entdeckung von 1885 steckt.

Rot, grün, wiederholen: Wie Droptiply heute die schwachen Aufgaben findet

Aus einer Liste von Überzeugungen ist eine fertige App geworden. Droptiply ist im App Store, und in diesem letzten Teil der Reihe möchten wir offen zeigen, wie das Herzstück arbeitet – das System, das entscheidet, welche Aufgabe als Nächstes fällt.

Die häufigste Frage von Eltern

„Wie weiß die App, was mein Kind üben sollte?” Das ist die Frage, die wir am häufigsten hören. Die Antwort ist angenehm unspektakulär, und wir versprechen: keine Fachbegriffe.

Wenn ein Kind eine Aufgabe falsch beantwortet, etwa 7×8, passiert intern Folgendes:

  1. Die Aufgabe bekommt einen roten Punkt. 🔴
  2. Beim nächsten Spiel kommt sie früher dran.
  3. Sobald sie dreimal hintereinander richtig beantwortet wird, bekommt sie einen grünen Punkt. ✅
  4. Grüne Aufgaben kommen seltener – aber sie verschwinden nie ganz.

Das ist alles. Kein Zufallsgenerator, kein starrer Lernplan. Nur eine einzige, ehrliche Leitfrage: Was hat dein Kind zuletzt nicht sicher gekonnt? Genau das kommt als Nächstes.

Eine Idee aus dem Jahr 1885

Dieses Prinzip ist nicht neu, und das ist seine Stärke. Der Psychologe Hermann Ebbinghaus beschrieb 1885 die „Vergessenskurve”: Wir vergessen Gelerntes in vorhersagbaren Abständen – es sei denn, wir rufen es kurz vor dem Vergessen erneut ab. Wiederholt man eine Aufgabe in genau diesen wachsenden Abständen, wandert sie vom kurzfristigen Erinnern ins dauerhafte Können. Lernpsychologen nennen das verteiltes Wiederholen (Spaced Repetition).

Karteikarten-Systeme wie die Leitner-Box nutzen dasselbe Prinzip seit Jahrzehnten. Droptiply übersetzt es nur in eine Form, die ein Kind freiwillig öffnet – mit fallenden Blöcken statt einer Kiste voller Karten.

Was sonst noch dazugehört

Rund um diesen Kern haben wir die App so gebaut, dass sie Kindern lange Freude macht, ohne sie unter Druck zu setzen:

  • Acht Welten, die das Üben in überschaubare, motivierende Etappen teilen.
  • Vier Spielmodi, damit dasselbe Einmaleins auf verschiedene Weise trainiert wird und nicht eintönig wird.
  • Keine Strafen. Eine falsche Antwort bedeutet nur: Diese Aufgabe sehen wir bald wieder. Kein rotes Blinken, keine traurigen Töne, keine verlorenen Leben.
  • Keine Werbung, keine Datensammlung. Was ein Kind in Droptiply tut, bleibt auf dem Gerät. Bei einem Werkzeug für Kinder ist das für mich nicht verhandelbar.

Von der Überzeugung zur App im Store

Aus einer Liste von Überzeugungen ist ein fertiges Produkt geworden. Geblieben ist der Gedanke vom Anfang: Kinder scheitern selten am Können und oft am fehlenden Training. Droptiply trainiert genau das eine – den schnellen, sicheren Abruf – und versucht, ihm dabei nicht im Weg zu stehen.

Zurück zum Blog